Patagonien – El Calafate

Um möglichst viel von den Gletschern des Nationalparks „Los Glaciares“zu sehen, hatten wir die obligatorische Gletscher-Bootstour gebucht, die wohl fast jeder Tourist wahrnimmt. Man muss von El Calafate aus ca. 80 km fahren, um die Ablegestelle der Katamarane in Punta Banderas zu erreichen.

Den Anfang machte der Upsala Gletscher.

Der Gletscher ist weltweit einer der größten und trifft in einer ca. 10 km breiten Front auf den Lago Argentino. Die Höhe der Abbruchkante beträgt ca. 40 m. Gespeist wird der Gletscher vom südpatagonischen Eisfeld. Da es am Gletscher sehr viele große Eisberge gibt, die im Wasser treiben, muss man einen gehörigen Abstand zum eigentlichen Gletscher halten.

 

Der zweite Gletscher, der angefahren wurde, war der Spegazzini Gletscher.

Dieser Gletscher mutet von den Ausmaßen etwas kleiner an als der Upsala Gletscher, da er nur ca. 1,5 km breit ist an seiner Abbruchkante. Gigantisch ist hier allerdings die Höhe, die zwischen 80 und 130 m liegt. Der totale Wahnsinn! Hier ging es auch ziemlich nah ran. Da hofft man schon etwas, dass der Gletscher nicht gerade „kalbt“!!

 

Last but not least … das absolute Highlight – der Perito Moreno Gletscher. Die Abbruchkante ist ca. 5 km breit, die Höhe beträgt ca. 60 Meter. Der Gletscher endet an den südlichen Ausläufern des Lago Argentino. Der Gletscher gehört zu den wenigen wachsenden Gletschern und schiebt sich jeden Tag unter lautem Getöse 1 bis 2 Meter den Berg hinunter.

 

Da wir von Gletschern einfach nicht genug bekamen, besuchten wir am Tag nach der Bootstour den Perito Moreno Gletscher noch einmal auf dem Landweg. Wir verbrachten ca. 7 Stunden im Nationalpark und konnten uns garnicht sattsehen an diesem beeindruckenden Naturschauspiel. Stunde um Stunde beobachteten wir den Gletscher von allen Seiten und konnten ihm zuhören wie er sich gen Tal schob. Immer wieder brachen riesige Eisblöcke ab und krachten mit viel Getöse ins Wasser. Einfach toll!